Architekturfotografie

 

Architekturfotografie ist wie die Architektur selbst, im Spagat zwischen Dienstleistung und Kunst.
Klassische Aufnahmen dienen der sachlichen Dokumentation und medialen Vermittlung von Bauwerken – auch um sie einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen und zu ihrer Wertsteigerung beizutragen.

 

Besonders die Fotografie abseits typischer Sehgewohnheiten prägen durch einen ästhetischen Aufbau und formt den Eindruck des Bauwerks.

Wechselnde Wettersituationen, Lichtstimmungen und kostbare Momente haben Einfluss auf die Erscheinung von Architektur. 

Welche Herausforderungen noch hinter dem Handwerk steckt, lesen Sie weiter unten...

Ein kleiner Einblick in unsere Arbeit - Storytime:

"Heute bin ich für mein persönliches Steckenpferd – in Sachen Architekturfotografie unterwegs.

 
Da wird sich manch einer denken, nichts einfacher als das. Das Gebäude steht ruhig da, verzieht keine Mimik, also drück ich auf den Auslöser – ok, ich warte bis kein Regen fällt, - aber dann Klick und fertig."

 

"Zurück zu meinem aktuellen Auftrag , diverse Filialen einer Bank in einer bestimmten Region. Als erstes werden die Adressen recherchiert, Dank Suchmaschinen und GPS kein Problem.
Ab der dritten Filiale wurde mir klar welche Herausforderung auf mich wartet. Ein Gebäude mitten in einer kleinen Stadt, ganz moderne Gebäude-Strukturen so wie man es von einem Geschäftshaus erwartet. Die nächsten Gebäude in kleinen Gemeinden, Fachwerkhäuser, teilweise auch Gebäudecharme aus den 70-iger Jahren beschert sich mir. Als erstes habe ich jedes Gebäude ganz für sich, als Einzelgebäude fotografiert und habe nach der besten Seite des Gebäudes gesucht. Manchmal war es am besten die wunderschöne blaue Stunde, kurz vor Sonnenuntergang zu nutzen, ein ganz besonderes Licht. Bei anderen Gebäuden war die geschäftige Mittageszeit, die eine urbane Lebendigkeit gewährleistete die optimale Kulisse.

Bei den Gebäuden, die so gar keinen Charme entwickeln konnten, habe ich mir Perspektiven gesucht, wo Beispielsweise ein schöner alter Baum im Vordergrund stand, oder wirklich den Fokus mehr auf das Firmenlogo gesetzt. Bei einem wunderbaren modernen Gebäude, hat alles gestimmt, Lage, Gebäude, Licht und Wetter perfekt. Das Stativ, Lampen alles war aufgebaut. Wir konnten endlich fotografieren. Bei wieder anderen Architekturaufnahmen mussten wir einen Staiger (Hubwagen) organisieren, der uns aus dem beengten Umfeld Luft gab.

 

Wir durften auch einen ganzen Ortskern bei Nacht fotografieren. Dazu war ein kompletter Lichtwagen notwendig, 12 Lampen, Kunstlicht und Effektlicht waren nach 4 Stunden aufgestellt. Die Behörden gaben uns Beistand mit Stromanschlüssen und Absperrungen. Der Platz musste geräumt werden für die Aufnahmen. Es sollten keine Fahrzeuge zu sehen sein – nur Architektur.

Eine lange Nacht mit einer wirklich guten Aufnahme ging zu Ende – es war 3 Uhr morgens."